
Wenn sich etwas so entwickelt, wie du es die ganze zeit erhofftest, und es ist plötzlich so, zieht aber deine allgemeine Lebensenergie trotzdem nach unten... dann war auf jeden fall das Ego mit im Spiel.
Yoga Spiritualität Lebensfreude
Erfahrungen, Gedanken, Ideen mit Yoga

Deshalb musßt du am Anfang zunächst
fähig sein, aus dem Ego herauszutreten.
Während traditionelle Interpretationen der Yoga Sutren ( "Kleines Samadhi" mit Patanjali ) Askese und Weltabgewandheit als einen möglichen Yogaweg anbieten, verstehen moderne
Interpreten wie z.B. T.K.V. Desikachar ( http://en.wikipedia.org/wiki/T._K._V._Desikachar ) der Yoga-Sutren nach Patanjali
Askese in einem anderen Sinn.
Sie hat heute nicht mehr die Abkehr von der äußeren Welt zum Ziel, sondern strebt einen inneren Entwicklungs- und Wandlungsprozess des Menschen an, der die innere Unabhängigkeit von
äußeren Bedingungen zum Ziel hat, und es ermöglicht trotzdem "in der Welt" zu leben, und auch die materiellen Dinge zu leben, nur eben das eigene (Über)-Leben nicht mehr davon
abhängig zu machen.
Persönliche Anmerkung:
Der moderen Weg ist schwieriger, da ich mich den materiellen gebundenheiten (Essen, Erotik, Geld, Besitz, Anhänglichkeiten, Karriere, Neid, Eidersucht,...) - übrigens auch eine Spielarten des Ego
( Egotalk II ), meine ich - stellen muss und nöchte, es erfordert Wachheit und eine gute
innere Feinabstimmung, und das darf und will geübt werden. :-)
Zeitgemäß, deshalb, weil einerseits die Extreme Trennung zwischen Weltensagung gegenüber Weltbejahung / gut und schlecht aufgehoben ist und außerdem, weil das Individuum in dieser
Interpretation gestärkt wird, mit seiner Freiheit zu wählen und mit seiner Freiheit verantwortlich zu handeln.
Frohe Restpfingsten
Hab was ausprobiert:
In meiner friedvollen Mitte einfinde, im Herzen ruhen, oder in Meditation "verbunden" sein, ich stelle mir machmal auch eine weise Persönlichkeit (welche sag ich nicht :-) ) vor meinem
Inneren Auge vor.... und dann mal checken welche Gefühle, Befindlichkeit, Worte, Bedürfnisse, Reaktionsdrang - jenachdem was mich gerade beschäftigt - in dieser Energie stimmig
sind - was nicht darein paßt - das ist Teil von Ego.
Wenn ich sofort, ohne Luft zu holen, reagiere, weil ich nicht anders kann (keine anderen Möglichkeiten, Tunnelgefühl) - das ist Teil von (Anke)-
Ego.
See you tomorrow, with a new episode of Egofishing
Das gute alte Ego wird so viel und oft geschmäht, dass es mir schon wie eine Persönlichkeit mit einem fetten Grinsen, breitem Lachen und zerzausten Haaren um die
Ecke zu schielen scheint, fertig für den nächsten Streich (so ein bisschen wie Jack Nicholson in einigen Rollen).
Ich hab mein Ego gern, schließlich ist es einer der mir nahestehendsten Figuren überhaupt, und außerdem habe ich Mitgefühl für etwas, dem das Existenzrecht so sehr abgesprochen wird, wie
zurzeit.
Nun gut, Scherz beiseite (wieso eigentlich), wer sein Ego überwinden will, muss erstmal eins haben! Also, dann mal los! ... und wenn es dann doch irgendwann nervt, immer wieder gegen die gleiche
Wand zu fahren, wenn Du Dich irgendwann mal - wie ich - über was anderes ärgern möchtest, als den immer gleichen Kram, dann kann mensch anfangen das Ego zu überwinden.
ABER WIE?
Wie kann ich das Ego von dem anderen Rest :-) unterscheiden?
WIE, WO, WANN lauert mir das Ego auf?
Nun ja ... Thats a lifelong aufgabe, aber es lohnt sich schritt für schritt vorzugehen, glaube ich, aber Du musst wissen, warum du es tust.
WAS strebst du für dich an?
Ich habe mir vorgenommen, hier in dem Blog niederzuschreiben, wenn ich Teile meines Egos eingefangen habe. Heute gehts mit Egofishing I los.
Herzliche Grüße
Und diese Sonne, diese Sonne
des göttlichen Lachens ist im Zentrum aller Dinge,
sie ist die Wahrheit aller Dinge!
Wir müssen lernen sie zu sehen,
sie zu fühlen,
sie zu leben
Sri Aurobindo
Gestern aben im Yogakurs: Sammlung, Katze, Sonnengruß, Vorbeuge aus dem Stand, eine Abfolge aus Wechsel zwischen 1. Heldenhlatung und Hund, Vorbeuge aus der
Grätsche, Kamel (an der Wand), Kind, Drehsitz, Schulterstand, Fisch altenativ der liegende Schmetterling, Entspannung, Meditation.
Vor 2 Monaten (Februar) habe ich nach einer ähnlich anspruchsvollen Yogastunde im Artikel "Suche" meinen Zweifel mit dem Leistungs-Yoga (so
empfand ich es) geäußert. Meine Suche nach spielerischen Formen zur Erweiterung von und mit Hatha-Yoga eingeläutet. Und dieses ist nach wie vor auch mein Motiv.
Es folte eine Magen Darm Grippe, Bronchitis, Ausgebranntsein, Lebensüberdruss, körperliche Erschöpfung, meiner Weigerung, mich permanent - und dann auch noch in meinem geliebten Yoga- anstrengen
zu müssen.
Aber irgendwie hat der Schwund meiner körperlichen kraft sein Gutes: Ich reduziere mein Aktionen, mein Sprechen, meine Kontakte... es bleibt mir nichts anderes übrig, als mich irgendwo in
mir einzufinden, wo ich Ruhe und Frieden habe, wo ich still sein kann mit mir...
Ich kann nicht genau sagen WO diese ist in mir (manchmal an einem sehr sehr stillen Ort irgenwo am Grunde meines Beckenraumes, manchmla ist es mehr die Brustmitte), aber es ist gut. Ein Rückzug
von dem, was mir Energie raubt. Ich möchte mich ausruhen.
Gestern bei dieser oben beschriebene Yogastunde habe ich mich gewundert: Es war gar keine Kraftauffand nötig, ich habe mich körperlich nicht angestrengt, mich nicht unter Druck gesetz, teilweise
sogar die Ohren zu gemacht gegenüber dem, was der Lehrer sagte - und einfach in meinem Tempo mit mir allein mich bewegt... die Energie war da, sie kam nicht über die Muskeln und über den Willen,
aber sie war da... und es war schön.
Zur Vorbereitung ermpfehle ich die Wiederholung der vorhergehend beschrieben Übung (mit Fokus Rumpfstabilität).
Gehen Sie also wieder mit der aktiven Ausatmung (Rippenbögen sind leicht nach innen bewegt, Zwerchfell bewegt sich Richtung Brustraum, Beckenboden angespannt, Bauch- und Unterrückenmuskeln sind
aktiv) in die Schulterbrücke hinein.
Erfahren Sie einige Atemzüge (auch im Einatem) lang IN dieser Haltung die Stabilität.
Nun führen Sie den rechten und linken Arm unter den Rücken und verschränken dort die Hände und drücken die Handkanten kräftig in den Boden. Beckenboden ist weiterhin angespannt (Schutz des
Unterrückens nun um so wichtiger, da Sie ein- und ausatmend in der Schulterbrücke arbeiten). Heben Sie nun abwechseln die Schultern an, so dass Sie die Schulterblätter nach innen, unten
ziehen können. Das Brustbein noch ein wenig Richtung Kinn beugen und den Nacken dehnen.
Beobachten Sie und spielen Sie: Wo wenden Sie Kraft auf (mit den Handkanten?, Im Unterrücken?, In den Schultern ?, In den Oberschenkeln ?, in den Füssen?) ... Spielen
Sie achtsam in dieser vielseitigen Haltung, indem Sie den Kraftaufwand so verlagern, dass er geringer wird. Streben Sie einen wie eine Brücke "schwebenden" Rumpf an und genießen Sie die
Dehung der oberen und unteren Rumpfseite.
Mit ruhigem ein- und ausatmen in der Haltung verweilen, bis sie selbst beenden möchten.
Zum Auflösen, wieder die Fersen heben, die Arme hinter den Kopf führen, den Rücken Wirbel für Wirbel am Boden ablegen, bis das Becken liegt, streichen Sie die Gesäßmuskeln
Richtung Füsse aus, und führen Sie zum
Ausgleich Apansana aus: Beine + Knie locker auf dem Bauch liegen lassen, ausatmend mit den Händen die Knie achtsam weiter Richtung Rumpf bewegen, einatmend, wieder loslassen, so dass
eine Massage, Dehung des Unterrückens bewirkt wird.
Hat's geklappt?

Mirra Alfassa
(The Mother)

Sri Aurobindo
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