Sonntag, 11. mai 2008

Während traditionelle Interpretationen der Yoga Sutren ( "Kleines Samadhi" mit Patanjali  ) Askese und Weltabgewandheit als einen möglichen Yogaweg anbieten, verstehen moderne Interpreten wie z.B. T.K.V. Desikachar ( http://en.wikipedia.org/wiki/T._K._V._Desikachar ) der Yoga-Sutren nach Patanjali
Askese in einem anderen Sinn.
Sie hat heute nicht mehr die Abkehr von der äußeren Welt zum Ziel, sondern strebt einen inneren Entwicklungs- und Wandlungsprozess des Menschen an, der die innere Unabhängigkeit von äußeren Bedingungen zum Ziel hat, und es ermöglicht trotzdem "in der Welt" zu leben, und auch die materiellen Dinge zu leben, nur eben das eigene (Über)-Leben nicht mehr davon abhängig zu machen.

Persönliche Anmerkung:
Der moderen Weg ist schwieriger, da ich mich den materiellen gebundenheiten (Essen, Erotik, Geld, Besitz, Anhänglichkeiten, Karriere, Neid, Eidersucht,...) - übrigens auch eine Spielarten des Ego (  Egotalk II  ), meine ich - stellen muss und nöchte, es erfordert Wachheit und eine gute innere Feinabstimmung, und das darf und will geübt werden. :-)
Zeitgemäß, deshalb, weil einerseits die Extreme Trennung zwischen Weltensagung gegenüber Weltbejahung / gut und schlecht aufgehoben ist und außerdem, weil das Individuum in dieser Interpretation gestärkt wird, mit seiner Freiheit zu wählen und mit seiner Freiheit verantwortlich zu handeln.

Frohe Restpfingsten

von Anke veröffentlicht in: Artikel Community: Yoga, Feldekrais, Reiki
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